Und welches Nudelgericht hast du gegessen?

Es ist Freitag, liebe Pastafari! Zeit, den Piratenhut aufzusetzen und dem Monster zu huldigen!

Heute will ich nur auf die verschiedenen Gerichte eingehen, mit deren Verzehr wir uns an unser liebes Monster erinnern können. Nicht nur Spaghetti, nein, auch Taglietelle, chinesische Reisnudeln, Ramen oder Udon, selbst gute Schweizer Bandnudeln taugen dazu. Dabei kommt es nicht auf die Sauce an. Ob mit Tomaten, Basilikum, Oliven und vegan, ob mit Käse (das Leid der Nutztiere sei hierbei zu berücksichtigen) oder Gorgonzolasauce, ob in der Ramen-Suppe oder knusprig frittiert beim Vietnamesen. Alle diese Gerichte, sie sind wunderbar geeignet.

Einen Vorschlag möchte ich heute an diesem heiligen Tag trotzdem machen, und zwar Safran-Fettucine. Wenn du heute dem Monster noch keine Aufmerksamkeit geschenkt hast, so arbeite konzentriert an diesem Rezept, denke an die Safranbauern, die dieses Gewürz unter schwierigen Umständen für dich geerntet haben, und esse mit Wonne und Freude.

{lang: 'de'}
Veröffentlicht unter Glauben | Hinterlasse einen Kommentar

Tod und Glaube

Arrrgh, Piratinnen und Piraten!

Der Tod und der Glaube sind bei Religionen oft miteinander verwoben. Manchmal nicht auf die gute Art. Wie wir Pastafarianer wissen, gewährt unser nudliger Herr eine dreissig Tage Gott-zurück-Garantie für Anhänger anderer Religionen, die den Pastafarianismus einmal ausprobieren möchten.

Leider sind die meisten anderen Religionen dafür nicht flexibel und tolerant genug. Im Islam zum Beispiel, da steht auf die Abkehr von Allah die Todesstrafe. Und wir reden hier nicht vom Jahr 1000 sondern vom Jahr 2014: Heute werden Menschen, die lieber nicht an einen offensichtlich rachsüchtigen und verwirrten Gott wie Allah glauben möchten, mit dem Tode bestraft. Von ihren eigenen Regierungen, oder von Gruppen von Religiösen, die von der Regierung in ihrem barbarischen Tun nicht im geringsten aufgehalten oder dafür bestraft werden.

In mehr als 20 muslimischen Ländern ist die Abkehr von Allah ein Straftatbestand, in 13 steht darauf die Todesstrafe. Manchmal durch Steinigung, manchmal durch Kehle-Aufschlitzen, manchmal anders.

Allah möchte, dass alle Menschen an ihn glauben. Wäre er sonst beleidigt? Ist er denn so stolz? Und da der Islam eine missionierende Religion ist, sollen bestehende Moslems den Rest der Welt zu Moslems konvertieren, wenn es sein muss auch mit Gewalt.

Muslimische Gelehrte berufen sich bei solcher Kritik oft darauf, dass der Koran nicht von Laien gedeutet werden darf. Dass er einer Interpretation in der heutigen Zeit bedarf. Dass Sätze wie „Und erschlagt sie (die Ungläubigen), wo immer ihr sie findet“ (Surat Al-Baqarah, 2:191) nicht eins zu eins übernommen werden dürfen, da diese Sure nur in einer spezifischen Schlacht zu einer spezifischen Zeit gültig gewesen sei. Man muss bei selbsternannt heiligen Büchern aber auch die wörtliche Auslegung befürchten und vehement kritisieren.

Was nützt es, wenn lediglich Gelehrte denken, dass der Islam das Töten heute nicht mehr dulden würde, Gläubige ohne theologische Ausbildung die Suren aber wörtlich nehmen? Es sind nicht die Gelehrten, die sich Waffen kaufen und in Schlachten ziehen. Es sind nicht die Gelehrten, die schwangere Frauen töten und ihnen den Bauch aufschlitzen. Es sind nicht die Gelehrten, die ihre eigenen Töchter mit Kerosin übergiessen und lebendig verbrennen, weil sie Lippenstift trugen.

Das fliegende Spaghettimonster, unser zwar manchmal betrunkenes aber grundsätzlich ganz nettes Monster, macht es abermals besser. Unser Buch bedarf nicht der Interpretation durch einen Gelehrten eines patriarchalisch-misogynistischen Systems, das es in hunderten von Jahren nicht geschafft hat, die religiös erschaffene Gewaltbereitschaft der gläubigen Bevölkerung zu mindern.

Das Monster will niemanden bekehren und erst recht nicht töten. Es ist sich wahrscheinlich im Klaren darüber, dass nicht jede und nicht jeder sofort zu ihm findet. Und wenn, dann zeigt die erwähnte Gott-zurück-Garantie auch, dass es damit umgehen kann, wieder zur Seite gelegt zu werden.

Ich muss zum Schluss warnen, falls sich jemand nun zur Bekehrung von Moslems aufgerufen fühlt: Sollte es einem Pastafarianer gelingen, einen Moslem zu einer Probefahrt mit unserem Gott zu überreden, so droht nicht nur dem Moslem, getötet zu werden. Nein, auch der Pastafarianer begibt sich in Gefahr, von Laiengläubigen angegriffen zu werden. Dies soll also kein Aufruf zur Konvertierung sein — wir sind weder missionierend noch dogmatisch. Viel mehr möchte ich aufzeigen, dass weniger tolerante Religionen für ihre Anhänger lebensgefährlich werden können, auch heute noch.

Glücklicherweise dürfen Moslems gemäss ihrer heiligen Schrift ohnehin nur anderen Moslems glauben, denn andere sind alles Lügner. Deshalb würde wohl keiner von ihnen unserer Aufforderung folgen. So dürfen wir dann doch noch eine Weile am Leben bleiben, obwohl wir natürlich nach unserem Tod für unseren Unglauben zur Hölle fahren.

Da lobe ich mir unseren Biervulkan.

RAmen.

{lang: 'de'}
Veröffentlicht unter Glauben | Hinterlasse einen Kommentar

Hinweisschild auf die Nudelmesse am Ortseingang von Templin

Wie man von unseren Brüdern und Schwestern in Deutschland erfahren kann, gibt es jetzt die erste Stadt, bei der am Ortseingang auf unsere heilige freitägliche Nudelmesse hingewiesen wird.

Das ist Bruder Spaghettus zu verdanken, dem wohl unermüdlichsten Pastafarianer der deutschsprachigen Welt. Vielen Dank! Könnte ich doch nur richtig predigen, ich würde mich darum bemühen, sein Schild für die Schweiz gleich zu kopieren.

{lang: 'de'}
Veröffentlicht unter Mission | Hinterlasse einen Kommentar